«Der
Ball ist rund und die Erde ist ‘n Dorf. Die Welt passt
in 'n Stadion. Und wer ist der Chef vom Stadion?: ICH!»
Die CD ist eine Scheibe, die Erde aber selbstverständlich
ein Ball, der flach gehalten werden muss. Wer das noch nicht
gelernt hat, kann auf „Mein Freund ist aus Leder“
ein Grundlagentraining bei Fritz Eckenga machen.
Jeden Mittwoch um 10:50 im U-Punkt auf WDR 2 gewährt
Fritz Eckenga als Manager eines großen, ehrwürdigen
Traditions-Fußballvereins für ein paar Minuten
lang Einblick in dessen kompaktes Weltbild.
Die Spielregel "wenn der Ball rollt, schweigt der
Verstand" hat Fußballmanager A. wie kein anderer
verinnerlicht und wendet sie konsequent auf alle außerfußballerische
Lebensbereiche an. Seine Stadionwelt ist kein Mikrokosmos,
sondern ein anstoßkreisgroßes Universum, in
dem ER als EINZIGER die Übersicht behält.
Was Außenstehende vielleicht für Größenwahn,
mindestens aber für übersteigertes Selbstbewusstsein
halten, ist für IHN selbstverständlicher Ausdruck
seiner eigenen, überwältigenden Spielintelligenz.
Auf „Mein Freund ist aus Leder“ lässt Fritz
Eckenga zwischen Herrn A. noch viel Raum für weitere
Geschichten und Gedichte rund um das Runde. Gelobt wird
nicht, was hart ist (Kahn), sondern die, die gut mit dem
Ball umgehen (Chapuisat, Cruyff). Stadion-Gebete, die erste
Fußball-Liebe, Auslandsreportagen, Trost und Rat für
am Leder Leidende – darüber können, nein,
sollen Sie „in der nächsten Halbzeitpause mal
´ne Viertelstunde nachdenken. Viertelstunde nachdenken?
Das schaffst Du schon. Glück auf!“
Und
das sagt die Presse:
„Besonders dann, wenn die Zeitläufe sich zu einer
chronischen Krankheit auszuwachsen drohen und einer satirischen
Therapie bedürfen, verabreicht Eckenga hohe Gaben von
diesem Wirkstoff. (...) Eckenga weiß, dass Humor ein
Schmiermittel ist, aber zur Schlaftablette werden kann,
die passiv und fügsam macht. Dem wirkt sein Oppositionsgeist
entgegen.“
Die Weltwoche, Zürich
„Eckenga philosophiert mal melancholisch, mal blödelnd
über die Dinge des Lebens – also Fussball, Politik,
Frauen –, dann geht es noch um Wichtigtuer,
Weicheier und Alltagsgeschichten aus dem Ruhrpott. Eckenga
ist ein wunderbarer Jongleur der Sprache, ironisch, poetisch,
charmant."
Der Spiegel
„Eckenga überzeugt mit (...) unerwarteten Variationen
lyrischer Klischees (...) ist aber als Lyriker in erster
Linie Idylliker. (...) Diese stille Stimmung heiterer Trauer
klingt eher nach Kästner als nach Gernhardt. Doch es
ist klar und eindeutig Eckenga. Aber dass einem diese Namen
dazu einfallen, ist das größte Kompliment.“
Westfalenpost, Hagen
CD-Hörbuch
Mundraub
ISBN: 3-8218-5527-4

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