An
Wirdeutschen herrscht kein Mangel. Horizontverdunkelnde Haufen
von Vaterlandsrettern in Parlamenten, Talkshows und anderen
Werbeunterbrechungen arbeiten sich so rundumdieuhr fürs
Große und Ganze ab, dass man sich in aller Ruhe den
wichtigeren Dingen des Lebens zuwenden kann.
Fritz Eckenga geht einkaufen. En gros und en détail.
Für Geld und für umsonst. Er sucht und findet
Trost an den Salatbars der Autobahngastronomie, auf der
Jägermeisterbühne der Deutschen Hirschrufmeisterschaften
und in der Lektüre des 2. Buchs Münte (der Exodus).
Mit großer Zuneigung beschreibt der Autor die rührend-komischen
Versuche seiner Mitmenschheit, den Sinn des Daseins beim
Preisvergleich von Spaghetti- Portionier-Schablonen, im
Dialog mit dem Briefmarkenverkaufsautomaten oder in der
Betrachtung von Beerdigungskonferenzschaltungen im Fernsehen
zu entdecken.
Eckengas Reim- und Ratgeber bietet Sicherheit (Viererkette),
vermittelt Geheimwissen (Papstwahl) und gibt Tieren ein
Zuhause (220 Grad, keine Umluft!).
Und das schreibt die Presse:
"Besonders dann, wenn die Zeitläufte sich zu einer
chronischen Krankheit auszuwachsen drohen und einer satirischen
Therapie bedürfen, verabreicht Eckenga hohe Gaben von
diesem Wirkstoff. (...) Eckenga weiß, dass Humor ein
Schmiermittel ist, aber zur Schlaftablette werden kann,
die passiv und fügsam macht. Dem wirkt sein Oppositionsgeist
entgegen." (Die Weltwoche, Zürich)
"Eckenga philosophiert mal melancholisch, mal blödelnd
über die Dinge des Lebens – also Fussball, Politik,
Frauen –, dann geht es noch um Wichtigtuer, Weicheier
und Alltagsgeschichten aus dem Ruhrpott. Eckenga ist ein
wunderbarer Jongleur der Sprache, ironisch, poetisch, charmant."
(Der Spiegel)
"Eckenga überzeugt mit (...) unerwarteten Variationen
lyrischer Klischees (...) ist aber als Lyriker in erster
Linie Idylliker. (...) Diese stille Stimmung heiterer Trauer
klingt eher nach Kästner als nach Gernhardt. Doch es
ist klar und eindeutig Eckenga. Aber dass einem diese Namen
dazu einfallen, ist das größte Kompliment."
(Westfalenpost, Hagen)

Edition Tiamat, Berlin
Hardcover (März 2006)
160 Seiten, ca. 14,- €
ISBN: 3-89320-094-0

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Reclam, Ditzingen
Broschiert (Februar 2008)
163 Seiten, ca. 8,- €
ISBN: 3-15020-140-3

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