Auszeichnungspreis für Fritz Eckenga
Die 1983 gegründete Peter-Hille-Gesellschaft vergibt den „Nieheimer Schuhu. Peter Hille-Literaturpreis“ alle drei Jahre als Auszeichnungspreis. Fritz Eckenga ist der Preisträger 2010. Wie die Jury herausstellte, vereine der 1955 in Bochum geborene Autor kritisches Zeitbewusstsein mit hoher sprachlicher Virtuosität und Sensibilität. Seine Kunst bestehe darin, Alltagsbeobachtungen auf den Punkt zu bringen und treffsicher zu pointieren. Der durch Bücher und Radiokolumnen bestens bekannte Eckenga ist ein hellwacher Beobachter und Kommentator, der bundesdeutsche Wirklichkeiten und zeitgeistliche Abgründe mit messerscharfer Satire auslotet. Mit dem Ahnherr des Preises, Peter Hille, verbindet ihn eine Vorliebe für die literarische Kurzform: Eckengas Lyrik und Kurzgeschichten sind bissig, aber nicht boshaft, poetisch statt plakativ, ironisch, aber nie verletzend, gelegentlich blödelnd, aber nie aufdringlich. Er ist ein Autor, der die Lebensmelancholie empfindet, sie aber nicht Überhand gewinnen läßt, sondern mit unverwüstlichem Humor und gelegentlichem Rückzug in die Idylle kontert. Von anderen Glossisten und Kolumnisten unterscheidet er sich so durch ein hohes Maß an Menschlichkeit und Authentizität.

|